Simona Saturova und Marek Kozak interpretieren die klingende Dunkelheit, den Abend und die Nacht. Die Lied-CD „Nocturno“ erschien 2025 bei ARS-Produktion
- Claudia Behn
- 27. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
Simona Saturova und Marek Kozak interpretieren die klingende Dunkelheit, den Abend und die Nacht
Die Lied-CD „Nocturno“ erschien 2025 bei ARS-Produktion

Auf eine Reise durch die Dunkelheit, genauer durch den Abend und die Nacht, und deren Klänge nehmen uns die Sopranistin Simona Saturova und der Pianist Marek Kozak. Gleich das Cover dieser schön aufbereiteten CD weist durch die Verwendung des Nachtblaus, aus dessen Hintergrund dezent beleuchtet, die beiden Interpreten sichtbar werden, auf die gewählte Thematik hin. Vereint werden hier verschiedene Sprachen und Nachtempfindungen, wie auch Vertonungen und Zeitepochen. Grundlage hierfür bilden thematisch passende Lieder und zwei Klavierstücke der Komponisten Richard Strauss, Claude Debussy, Frederic Chopin, Antonin Dvorak, Alexander von Zemlinsky, Robert Schumann, Franz Schubert, Mozart, Karol Szymanowski, Bohuslav Martinu und Samuel Barber. Anfang und Abschluss bildet hier gleichermaßen ein Lied von Richard Strauss.
Den Anfang bildet Richard Strauss‘ „Die Nacht“ leise und zart, fast verschwimmend mit der Stille interpretiert, sehr empfindsam und fast schon gesäuselt vorgetragen. Es folgt Strauss‘ „Der Stern“ in großer Reinheit, Debussys verspieltes „Nuit d’Ètoiles“, das innig-melodiöse „Beau Soir“, danach „Fétes Galantes I: Clair de Lune“. Danach erklingt Chopins Nocturno in Des-Dur für Klavier, das sorgt schon durch die Unterbrechung der Gesangsfolge für Abwechslung und Aufmerksamkeit beim Hörer. Marek Kozak brilliert hier durch starken Gefühlsausdruck und einen immensen Facettenreichtum von leicht, aufwallend, über virtuos bis innig. Es folgen zwei Tschechisch gesungene Lieder von Antonin Dvorak, beide leise, innig und eindringlich vorgetragen, danach Alexander von Zemlinskys „Klagen ist der Mond gekommen“ und „Fensterlein, Nachts bist du zu“, Schumanns langsam-inniges „Mondnacht“ sowie das zweite Klavierstück des Albums „In der Nacht“. Kozak spielt hier sehr akzentuiert, im Wechsel zwischen sanftem Spiel und großer Aufgewühltheit. Es folgen Schuberts „An die Nachtigall“, Mozarts traurig erklingende „Abendempfindung“, Szymanowskis fast wie in Trance gesungene „Trzy Kolysanki“, Bohuslav Martinus kaum begleitetes „Dve Pisne na Slova Negerské“, Samuel Barbers „Sure on this shining Night“ und zum Abschluss, endlich ist die Nacht vorbei, erklingt natürlich Strauss‘ „Morgen“ und

rundet damit die gelungene 54-minütige Reise durch die nächtlichen Stimmungen ab.
Interpretiert werden diese Werke durch die slowakische Koloratursopranistin Simona Saturova, die in Bratislava geboren wurde und auch dort Gesang studierte, mit ganz leichter, fast schwebender und überirdischer Stimme in leisesten Nuancen. Bisher machte sie eher in Opern, Operetten, Oratorien und Messen auf sich aufmerksam und zeigt nun auch ihre Interpretationskünste im Bereich Lied. Der tschechische Pianist Marek Kozak studierte Klavier in Ostrava und Prag.
Im Booklet finden sich Erklärungen der gesungenen Lieder und zwei Klavierstücke mit Hinzuziehung der Hauptschwerpunkte auf Abend und Nacht. Geschrieben wurde diese von Carsten Dürer und ins Englische übersetzt von Stefan Pieper.
Begeben Sie sich also mit Simona Saturova und Marek Kozak auf einen musikalischen Spaziergang durch die klingende Nacht und deren Emotionen und beenden die Reise mit einem strahlenden Morgen.
Dr. Claudia Behn
Die CD können Sie für 19,99 Euro u.a. unter folgendem Link erwerben:
CD-Rezension: Simona Saturnova / Marek Kozak, „Nocturno“, ARS Produktion 2025.
Englisch
Simona Saturova and Marek Kozak interpret the sounds of darkness, evening and night
The song CD ‘Nocturno’ was released in 2025 by ARS-Produktion

Soprano Simona Saturova and pianist Marek Kozak take us on a journey through darkness, or more precisely through evening and night, and their sounds. The cover of this beautifully produced CD immediately hints at the chosen theme with its use of night blue, against which the two performers are subtly illuminated. Various languages and nocturnal sensations are brought together here, as are musical settings and historical periods. The basis for this is formed by thematically appropriate songs and two piano pieces by the composers Richard Strauss, Claude Debussy, Frederic Chopin, Antonin Dvorak, Alexander von Zemlinsky, Robert Schumann, Franz Schubert, Mozart, Karol Szymanowski, Bohuslav Martinu and Samuel Barber. The beginning and end are both marked by a song by Richard Strauss.
The programme begins with Richard Strauss's ‘Die Nacht’ (The Night), interpreted softly and delicately, almost blending into silence, performed with great sensitivity and almost whispered. This is followed by Strauss's ‘Der Stern’ (The Star) in great purity, Debussy's playful ‘Nuit d'Ètoiles’ (Night of Stars), the heartfelt and melodious ‘Beau Soir’ (Beautiful Evening), followed by ‘Fétes Galantes I: Clair de Lune’. Next comes Chopin's Nocturno in D flat major for piano, which provides variety and captures the listener's attention by interrupting the sequence of songs. Marek Kozak shines here with his powerful emotional expression and immense richness of facets, ranging from light and effervescent to virtuosic and heartfelt. This is followed by two songs by Antonin Dvorak sung in Czech, both performed quietly, intimately and poignantly, then Alexander von Zemlinsky's ‘Klagen ist der Mond gekommen’ and ‘Fensterlein, Nachts bist du zu’, Schumann's slow and intimate “Mondnacht” and the second piano piece on the album, ‘In der Nacht’. Kozak plays with great emphasis here, alternating between gentle playing and great agitation. This is followed by Schubert's ‘An die Nachtigall’ (To the Nightingale), Mozart's melancholic “Abendempfindung” (Evening Feeling), Szymanowski's almost trance-like ‘Trzy Kolysanki’ (Three Lullabies), Bohuslav Martinu's sparsely accompanied ‘Dve Pisne na Slova Negerské’

(Two Songs on Words by Negroes), Samuel Barber's ‘Sure on this shining Night’ and, finally, when the night is over, Strauss' ‘Morgen’ naturally rounds off the successful 54-minute journey through nocturnal moods.
These works are interpreted by the Slovak coloratura soprano Simona Saturova, who was born in Bratislava and also studied singing there, with a very light, almost floating and ethereal voice in the softest nuances. Until now, she has tended to attract attention in operas, operettas, oratorios and masses, but now she is also demonstrating her interpretative skills in the field of lieder. Czech pianist Marek Kozak studied piano in Ostrava and Prague. The booklet contains explanations of the songs and two piano pieces, with a focus on evening and night. It was written by Carsten Dürer and translated into English by Stefan Pieper.
So join Simona Saturova and Marek Kozak on a musical stroll through the sounding night and its emotions, ending the journey with a radiant morning.
Dr Claudia Behn
You can purchase the CD for £19.99 at the following link, among others:
CD review: Simona Saturnova / Marek Kozak, ‘Nocturno’, ARS Produktion 2025.



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